Kursthemen

  • An image representing collaboration between Social Enterprises and Local Public Authorities

    Die Zusammenarbeit zwischen lokalen öffentlichen Stellen (LPAs) und Sozialunternehmen (SEs) kann sehr positive Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft haben. Die Beschäftigung von arbeitsmarktbenachteiligten Personen, die Unterstützung der lokalen Wirtschaft oder Dienstleistungen und Produkte mit sozialem Mehrwert sind nur einige Gründe, warum LPAs Sozialunternehmen als relevante Partner betrachten sollten – mit dem Potenzial, sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und Zielsetzungen zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit kann über eine Vielzahl finanzieller und nicht-finanzieller Maßnahmen erfolgen, wie z. B. durch Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen, direkte Beauftragung kleinerer Anschaffungen oder die Mitwirkung bei der Organisation lokaler Aktivitäten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation ist jedoch, dass man weiß, wo man kooperationsbereite Sozialunternehmen findet, dass Erwartungen realistisch formuliert werden, dass eine offene und transparente Kommunikation stattfindet, dass Sozialunternehmen in die gemeinsame Zieldefinition eingebunden werden und dass langfristig gedacht wird.

    In diesem Modul erfahren Sie mehr darüber, wie Sie eine professionelle Beziehung zu einem Sozialunternehmen aufbauen, aufrechterhalten und weiterentwickeln können.

  • Die Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen (SEs) bringt Vorteile für öffentliche Verwaltungen und die Gesellschaft. Durch verantwortungsvolle Beschaffung können Lieferant:innen nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach Kriterien wie Umweltzertifizierungen, der Beschäftigung benachteiligter Personen oder regionaler Verankerung bewertet werden. Wo SEs nicht als direkte Auftragnehmer:innen infrage kommen, kann ihre Einbindung als Subunternehmen verlangt werden.

    Öffentliche Aufträge sollten realistische Bedingungen enthalten, die auch eine Teilnahme kleinerer SEs ermöglichen. Die Aufteilung von Aufträgen in kleinere Lose erleichtert die Beteiligung regionaler Betriebe und stärkt die lokale Wirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft bietet zudem die Möglichkeit, renovierte Produkte anstelle von Neuanschaffungen zu nutzen.

    SEs können außerdem fachliche Beratung im Umgang mit benachteiligten Gruppen anbieten. Auch ihre Einbindung in öffentliche Veranstaltungen (z. B. Catering, Gemeinwesenprogramme) stellt eine sinnvolle Form der Unterstützung dar. Das Teilen von Räumen und Ressourcen hilft SEs, Kosten zu senken und ihre Tätigkeiten auszuweiten.

    Die Förderung von SEs kann zudem über die Zusammenarbeit mit kommunalen Einrichtungen (z. B. Seniorenheime, Schulen) erfolgen. Eine weitere Möglichkeit ist es, sie als touristische Attraktionen zu bewerben. All diese Maßnahmen tragen zu nachhaltiger Entwicklung und sozialer Inklusion bei.