Mikro-Lernmodul 1 - Einführung in die Sozialwirtschaft und Soziales Unternehmertum
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Um die Grundlagen der Sozialwirtschaft und des sozialen Unternehmertums zu verstehen, müssen zunächst die Begriffe definiert und die Unterschiede zu konventionellen Unternehmen aufgezeigt werden. Das Hauptziel eines Sozialunternehmens besteht darin, sozialen Wandel zu fördern, voranzutreiben und tatsächlich zu bewirken. Im Gegensatz zu gewinnorientierten Unternehmen verfolgen Sozialunternehmen keinen Profit als primäres Ziel.
Die Europäische Union bemüht sich derzeit um die Entwicklung eines politischen Rahmens, der alle Formen von Sozialunternehmen umfasst, deren Wirkung messbar macht, soziale Investitionen stärkt und Gründungen unterstützt. Im Jahr 2021 hat die Europäische Kommission einen neuen Aktionsplan für die Sozialwirtschaft verabschiedet. Mit diesem Aktionsplan wurden konkrete Maßnahmen vorgestellt, um das volle Potenzial der Sozialwirtschaft zu mobilisieren.
Sozialunternehmen lassen sich anhand verschiedener Merkmale kategorisieren – etwa nach Größe, Finanzierungsform oder Tätigkeitsfeld. In Europa gibt es zahlreiche Organisationen, die eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Sozialunternehmen spielen, darunter die OECD, das Euclid Network, Ashoka, Impact Europe oder das Social Enterprise World Forum (SEWF). Darüber hinaus lassen sich verschiedene Akteursgruppen identifizieren, die die Sozialunternehmenslandschaft auf unterschiedliche Weise unterstützen: Kund:innen, politische Entscheidungsträger:innen, Regierungen, Fördergeber:innen oder auch gleichgesinnte Organisationen wie Universitäten.
Ein besonders relevantes Thema ist die soziale Innovation. Sie lässt sich als Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen (Produkte, Dienstleistungen, Modelle) definieren. Die Bewertung sozialer Innovationen und die Messung ihrer Wirkung sind entscheidend, um herauszufinden, welche politischen Maßnahmen, Methoden und Ansätze sich tatsächlich bewähren.
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Sozialunternehmen haben weltweit unterschiedliche Definitionen, die in der jeweiligen nationalen und regionalen Geschichte verwurzelt sind. In dieser Mikro-Lerneinheit erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Rahmenverständnis zu entwickeln, das ihnen hilft, Sozialunternehmen von konventionellen Unternehmen ebenso wie von zivilgesellschaftlichen Organisationen zu unterscheiden. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, Unterschiede herauszuarbeiten, sondern auch darum, Gemeinsamkeiten und Potenziale für Synergien zu erkennen.
Vor allem bieten Sozialunternehmen eine Chance für sektorübergreifende Innovation. Sie verfügen über großes Potenzial als Instrument für Unternehmer:innen, Wirtschaftstreibende, Innovator:innen und politische Entscheidungsträger:innen, um gemeinsam positiven Wandel zu gestalten.
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In der Europäischen Union ist die Sozialwirtschaft ein bedeutendes Konzept, da sie einen politischen Rahmen für die Weiterentwicklung des europäischen sozialwirtschaftlichen Modells bietet. Die Institutionen der Europäischen Union setzen sich seit Jahren mit verschiedenen Strategien und Aktionsplänen dafür ein, die Unterstützung der Sozialwirtschaft in den Mitgliedstaaten zu koordinieren und ihre Entwicklung auch in Beitrittsländern zu fördern.
Der aktuellste Schritt in diesem Zusammenhang ist der Aktionsplan für die Sozialwirtschaft der EU, der von der Europäischen Kommission verabschiedet wurde. Mit diesem Aktionsplan hat die Kommission konkrete Maßnahmen vorgestellt, um das volle Potenzial der Sozialwirtschaft zu mobilisieren – aufbauend auf den Ergebnissen der Social Business Initiative von 2011 und der Start-up- und Scale-up-Initiative von 2016.
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Sozialunternehmen lassen sich anhand verschiedener Merkmale und Kriterien kategorisieren. Viele von ihnen ähneln dabei entweder konventionellen Unternehmen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen, da sie sich denselben gesellschaftlichen Raum mit diesen Organisationen teilen. Aufgrund ihrer hybriden Natur können und sollten sie jedoch auch nach anderen Kriterien eingeordnet werden.
Da das Feld weiterhin wächst, ist jedoch noch mehr Forschung erforderlich – ebenso wie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle –, um eine tragfähige Typologie zu schaffen.
In dieser Einheit lernen die Teilnehmenden einige dieser Typologien kennen und erhalten Einblicke in Sozialunternehmen aus verschiedenen Teilen der Welt. Dies unterstützt sie auch dabei, lokale Beispiele für Sozialunternehmen und Projekte sozialer Innovation zu erkennen und einzuordnen.
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Da soziales Unternehmertum zunehmend an Bekanntheit gewonnen hat, sind Akteur:innen aus allen Sektoren daran beteiligt, ein tragfähiges, sektorübergreifendes Ökosystem aufzubauen. Es gibt eine starke transnationale Dynamik innerhalb der verschiedenen Unterstützungssysteme – gleichzeitig sind die unterstützenden Ökosysteme von Sozialunternehmen jedoch eng mit dem lokalen Kontext und der Gesellschaft verknüpft, in denen sie tätig sind. Auch im Zuge der fortschreitenden Integration innerhalb der Europäischen Union bleiben diese Unterschiede bestehen.
Diese Lerneinheit bietet daher lediglich eine kurze Einführung, stellt einige internationale Akteur:innen im Feld vor und gibt Hinweise, wie lokale Ökosystemakteur:innen identifiziert werden können. Zudem ist zu beachten, dass sich das Umfeld des sozialen Unternehmertums sowie die Theorie und Praxis nachhaltigen Wirtschaftens rasant weiterentwickeln – und sich damit auch die beteiligten Akteur:innen regelmäßig verändern.
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Soziale Innovation ist eng mit dem Konzept der Sozialunternehmen verknüpft, da diese Organisationen in den meisten Fällen Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die in irgendeiner Form gesellschaftliche Probleme adressieren, die weder vom Markt noch von öffentlichen Stellen ausreichend bearbeitet werden.
Diese Lerneinheit hat das Ziel, soziale Innovation und ihre zentralen Merkmale nicht nur aus theoretischer, sondern auch aus praktischer Perspektive vorzustellen. Darüber hinaus bietet sie einen Überblick über den Begriff der sozialen Wirkung und führt in die Grundlagen des Impact Managements und der Wirkungsmessung ein.
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